Einsatz in Manhattan

Kürzlich habe ich einen Ausflug nach "Grindelberg-Manhattan" gemacht. Dort arbeitet nämlich mein Frauchen. Frauchen ist eine Verwaltungsfachangestellte und arbeitet seit mehr als 20 Jahren in der Grindelstadt, die inzwischen ihre zweite Heimat geworden ist. Da war es natürlich naheliegend, daß auch ich mich einmal dort umgesehen habe.
Aber erstmal erzähle ich Euch jetzt etwas über die Grindelstadt mit ihren Hochhäusern.

Die Grindelhochhäuser sind ein denkmalgeschütztes Ensemble von zwölf Hochhäusern, die in Hamburg-Eimsbüttel nach dem zweiten Weltkrieg entstanden sind. Sie wurden in den Jahren 1946 bis 1956 auf dem durch den Krieg zerstörten jüdischen Grindel-Viertel in Hamburg-Harvestehude zwischen den Straßenzügen Grindelberg, Hallerstraße, Brahmsallee und Oberstraße errichtet. Ursprünglich waren die Häuser als Wohnraum für die britischen Besatzungstruppen gedacht, wurden aufgrund der kriegsbedingten Wohnungsnot jedoch dem Hamburger Senat überlassen. Alle Häuser stehen in Nord-Süd-Richtung in fünf Reihen versetzt mit großem Abstand. Aus der Luft betrachtet sollen die Häuser an Schiffe auf dem Ozean erinnern.  Die Grindelhochhäuser waren damals die ersten Wohnhochhäuser Deutschlands.
Vier der Häuser wurden in der ursprünglich geplanten Stahlskelettbauweise ausgeführt,
die übrigen als Stahlbetonbauten. Die Fassaden wurden bewusst einheitlich hell verkleidet, aber jedes Haus bekam sein eigenes "Gesicht" mit unterschiedlichen Fensterrhythmen und -formen, Loggien, Kragdächern und der Ausbildung der obersten Geschosse. Insgesamt entsteht dadurch ein einheitlicher, geschlossener Eindruck des Ensembles, obwohl sich keine zwei Häuser gleichen. Nach dem Bau sorgten die Grindelhochhäuser in der ganzen Bundesrepublik für Aufsehen, wurden teils als seelenlose Wohnmaschine geschmäht, teils als Hamburger Manhattan bewundert. Die ersten Bewohner prägten für ihre "Stadt in der Stadt" den Namen "Grindelberg-Manhattan", der sich bei den Alteingesessenen bis heute erhalten hat.
In den Erdgeschossen befinden sich Läden, Gaststätten, Büros und Praxen, ursprünglich gehörten auch eine Zentralwäscherei, eine Tankstelle, eine Tiefgarage und mehrere Kinderspielplätze zum Konzept der Grindelstadt. Die Gebäude von Wäscherei und Tankstelle sind erhalten, werden aber inzwischen nicht mehr als solche genutzt. Die zwölf Hochhäuser sind in einen schönen Park eingebettet und werden von vier Straßenschleifen erschlossen, so dass kein störender Durchgangsverkehr zwischen den Häusern stattfindet. Fünf Plastiken der Künstler Barbara Haeger, Ursula Querner, Fritz Fleer, Karl August Ohrt und Hans Martin Ruwoldt prägen die Parkanlage. In der Mitte der zweiten Reihe befindet sich das Bezirksamt Eimsbüttel, das mit seinen alten Paternostern eine eigene Attraktion für die Besucher darstellt. Frauchen hat mir verraten, daß es in der Kantine des Bezirksamtes sehr leckeres Essen gibt - doch leider haben Hunde dort keinen Zutritt. Das finde ich sehr bedauerlich, denn ich würde gar zu gern einmal den schönen Ausblick aus der 12. Etage genießen.
Zwischen den Häusern Oberstraße 14 und Oberstraße 18 gibt es einen kleinen Hundespielplatz, und hinter dem Bezirksamt ist ein kleiner Teich, an dem man im Sommer sitzen kann.

Auf den folgenden Bildern zeige ich Euch einige Impressionen aus Grindelberg-Manhattan, die Euch einen kleinen Eindruck von diesem interessanten  und l(i)ebenswerten Stadtteil vermitteln sollen.


              
 Das ist der Laden von Herrn Mehrabadi, da kauft Frauchen immer             Hier sitze ich mit Blick zum Grindelberg auf der Wiese vor Herrn     
 ihre Zeitungen und gibt den Lottozettel ab.                                                      Mehrabadis Haus.


                     
 Das ist das Bezirksamt Eimsbüttel.                                                      In der hinteren Grindelstadt mit Blickrichtung Oberstraße.  


              
 Das bin ich vor der Skulptur hinter dem Bezirksamt.                                           In Manhattan gibt es viele schöne Grünflächen.
                                                                                                                                 

           

 Hier seht Ihr mich vor dem kleinen Teich hinterm Bezirksamt...                    ...und hier auf der Hundespielfläche an der Oberstraße.


                                 
 Hier bei dem Pfeil ist das Büro von meinem Frauchen.                                    Das bin ich im Innocentia-Park, ganz in der Ferne könnt
                                                                                                                               Ihr den Fernsehturm erkennen.
 

                 
Das ist das Modeatelier von Herrn Turan.                                Und hier sehr Ihr die Bäckerei Allaf, da kauft  Frauchen sich oft ein leckeres
                                                                                                      Brötchen oder ein Stückchen Kuchen.

So, das war ein kleiner Rundgang durch Grindelberg-Manhattan. Am besten, Ihr kommt mal selbst her und schaut Euch alles an!


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